Praxis Psychotherapie Tübingen bei Reutlingen, Stuttgart, Balingen, Rottenburg
Schriftgröße ändern:
textnormal textgroß textsehrgroß

Unser Therapie-Angebot

 

 

Was bedeutet "Systemische Therapie" ?

„Das Ganze ist mehr und etwas qualitativ anderes als die Summe der Einzelteile.“

Mit dieser Sichtweise wird in der systemischen Therapie davon ausgegangen, dass überall da, wo Menschen zusammen leben oder arbeiten, durch deren fortwährende Interaktion untereinander ein Muster von Regeln entsteht, das dieses Zusammenleben steuert und das den Beteiligten nur zum Teil bewusst ist. So bilden sich jeweils eigene Paar-, Familien- oder Teamkulturen aus, die mehr sind als die Summe der Einzelpersonen. Jedes Paar, jede Familie, jedes Team bildet ein eigenes „System“.

Im systemischen Therapieansatz betrachten wir ein Problem – sei es ein Problem einer einzelnen Person, eines Paares, einer Familie oder eines Teams – als eingebettet in einen größeren Zusammenhang, dem „Problemkontext“. Darunter verstehen wir das Muster von Personen, Wahrnehmungen, Bedeutungen und Verhaltensweisen, die sich um das Problem herum organisieren. Das heißt: wer nimmt das Problem wie wahr, welche Bedeutungen werden ihm von wem beigemessen und welche Menschen oder Strukturen werden zur Bewältigung des Problems aktiviert. „Problem“ bedeutet alles, was von Betroffenen als belastend und prinzipiell veränderbar wahrgenommen wird – Konflikte, Symptome, Krisen, Umgang mit Krankheiten usw.

Der therapeutische Rahmen bietet eine Erweiterung dieses Problemkontextes an. Durch die Interaktion mit der Therapeutin entsteht ein neues Regelsystem, ein neuer Raum, in dem neue Erfahrungen und Sichtweisen möglich sind. Der Schwerpunkt der Aufmerksamkeit im Therapieprozess richtet sich – je nach Nützlichkeit und Zieldienlichkeit – auf das Hier und Jetzt, auf die biographische Entwicklung oder auf die Bedeutung der Herkunftsfamilie. Es steht uns eine große Zahl an systemischen Methoden zur Verfügung, um Zugang zu den Mustern zu bekommen, die die Probleme aufrecht erhalten, und um Veränderungen zu ermöglichen.

In der systemischen Therapie werden die Anzahl, Häufigkeit und Besetzung der Sitzungen auf Ihre persönlichen Gegebenheiten abgestimmt und mit Ihnen zusammen festgelegt. Wenn Sie unsicher sind, wer zum Gespräch kommen sollte oder inwiefern diese Therapieform für Sie geeignet ist, nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir werden Sie beraten.


Seitenanfang


 

Systemische Paartherapie

Wenn Paare zu uns in Paartherapie kommen, fühlt sich mindestens einer, meist aber beide in der Paarbeziehung nicht mehr wohl, leidet oder ist sogar körperlich und seelisch krank geworden.
In einem gemeinsamen therapeutischen Prozess geht es uns um die Bearbeitung der Beziehung zwischen den Partnern, an deren Gestaltung und eben auch Veränderung beide Partner gleichermaßen beteiligt sind.
Wir versuchen mit dem Paar herauszuarbeiten, auf welchen Ebenen die aktuelle Krise so zu sagen „Sinn“ macht, d.h.:
Auf welche ungeklärten Themen, die nach Veränderung, nach einem nächsten Entwicklungsschritt drängen, deutet diese Krise hin?
Z.B.

  • Gibt es belastende Ereignisse in der gemeinsamen Vergangenheit, die nicht miteinander verarbeitet oder ausgesöhnt sind?
  • Gibt es übermäßige Belastungen, die das Paar zu tragen hat?
    Wie geschieht das und was bedeutet dies für den Beziehungsalltag?
  • Gibt es eine eigenständige Paarebene innerhalb der Familie und wie wird sie von beiden Partnern gestaltet?
  • Werden in der Krise Themen aus der eigenen Biographie der beiden Partner virulent, die noch unverarbeitet die Paarbeziehung belasten?
  • Wie stehen beide Partner zueinander, was erwarten sie voneinander?
  • Gibt es noch gemeinsame Visionen?

Gemeinsam gehen wir aber auch der Frage nach, was in der Beziehung Gutes geschaffen wurde und was gut funktioniert, so dass eine Basis geschaffen wird, auf der neue Einsichten in innere Zusammenhänge hinzugenommen und anstehende Veränderungsprozesse eingeleitet werden können.
Nach unserem Verständnis nämlich sind persönliche Krisen immer Signale für anstehende Veränderungen/ Entwicklungsschritte, sowohl individuell als auch im Paar.
Stellt sich im therapeutischen Paarprozess heraus, dass das Paar keine gemeinsamen Entwicklungsspielräume mehr hat, dass die Beziehung am Ende ist, so versuchen wir gemeinsam konstruktiv Bilanz zu ziehen und den Partnern ( vor allem, wenn Kinder beteiligt sind ) dabei zu helfen, einen fairen und für alle Beteiligten lebbaren Trennungsprozess zu entwerfen.

Wir bieten Ihnen als Paartherapeutinnen einen geschützten Rahmen an, und tragen Sorge dafür, dass darin Schwieriges und Persönliches auf konstruktive Weise ausgesprochen und behandelt werden kann.

Mehr zu Systemische Paartherapie

Seitenanfang


 

Psychologische Beratung

Ein wichtiger Teilbereich der Aufgaben unserer Praxis ist die psychologische Beratung.
Aufgabenbereiche, wie Familienberatung, Erziehungsberatung, Ehe - , Partner –
und Trennungsberatung gehören ebenso unter das Dach der psychologischen Beratung, wie die Beratung von Einzelpersonen.
Einen weiteren speziellen Aufgabenbereich in unserer Beratungstätigkeit sehen
wir in der Suche nach Lösungen in beruflichen Gebieten ( siehe auch Coaching und Supervision, sowie Mediation ).

Beratung ist unseres Erachtens besonders sinnvoll, bevor seelische Konflikte oder allgemeine Lebensprobleme manifest werden. Wir wollen mit Ihnen zusammen Ihre persönliche Lebenssituation beleuchten, alternative Sichtweisen eröffnen und - wenn Sie es wünschen - in Ihrem eingeschlagenen Lebensweg begleiten.

Unseren psychologischen Beratungen liegen systemische ressourcenorientierte Methoden zugrunde, in die weitere anerkannte und fundierte Verfahren einfließen.

Seitenanfang


 

Systemische Supervision

In einem systemischen Supervisionsprozess ist das professionelle Handeln eines Teams oder einzelner Mitarbeiter Gegenstand der Betrachtung, und wird auf dem Hintergrund der institutionellen Strukturen reflektiert. Systemische Supervision nimmt somit die Wechselwirkung zwischen Person, Rolle, Funktion, Auftrag und Organisation in den Blick. Ziel ist dabei die Entwicklung neuer Sichtweisen und Handlungsmöglichkeiten auf der Basis von Eigenverantwortung und persönlichen Kompetenzen der MitarbeiterInnen.
Die vertikale Ebene der Betrachtung bilden die Teamhierarchie, die Organisationsstrukturen des Arbeitsprozesses und die historische Entwicklung der Organisation.
Die horizontale Ebene der Betrachtung bilden die Teamdynamik, deren Kommunikationsstrukturen und die individuelle Situation der einzelnen Teammitglieder.
Beide Ebenen, die vertikale und die horizontale, werden als sich gegenseitig beeinflussende Größen gesehen und behandelt.

Wo der Focus des Supervisionsauftrages gesetzt werden soll, legt das Team bzw. der Auftraggeber zu Beginn fest, z.B.:

  • - Teamentwicklung
    - Organisationsberatung
    - Teamsupervision
    - Fallsupervision
    - Konfliktmoderation

Darüber hinaus wird in jeder Supervisionssitzung, von einer individuellen Fragestellung ausgehend, das Anliegen mit Hilfe der Kompetenzen aller TeilnehmerInnen reflektiert und einer Lösung zugeführt.

Wir arbeiten mit Ihnen in der Systemischen Supervision mit vielfältigen Methoden:

  • - Hypothesenbildung
    - Auftrags- und Kontextklärung
    - Verschiedenste Fragetechniken
    - Systemkommentare
    - Reframing
    - Visualisierende Methoden
    - Skulpturarbeit
    - Systemaufstellungen
    - Organigramme
    - Genogramme
    - Rollenspiele
    - Kommunikationstraining
    - Metaphern, Rituale, Geschichten.

 

Vor Beginn des Supervisionsprozesses werden wir die Zusammenarbeit in einem Vertrag mit dem Auftraggeber bzw. der Institutionsleitung festschreiben, und zwar die Zeitdauer, Ort und Kosten der Supervision, ebenso wie die Besetzung der Supervisionsteilnahme.

Seitenanfang


 

Coaching

Coaching ist die professionelle Form der persönlichen Beratung und Unterstützung von Mitarbeitern in Führungspositionen.
Auf dem Hintergrund des Spannungsdreiecks von Organisation, Profession und Person werden Problemlösungen erarbeitet zur Erreichung beruflicher Ziele.
Coaching verstehe ich in diesem Zusammenhang als Hilfe zu Selbstreflexion des Berufslebens vor dem Hintergrund des persönlichen Lebens- und Karriereentwurfs, mit dem Ziel, Handlungsmöglichkeiten zu erweitern. Nicht der Berater gibt als Experte die Lösungen vor, sondern er begleitet den Klienten bei der Neudefinition seiner eigenen Kompetenzen.

Seitenanfang


 

Sandspieltherapie

Das therapeutische Sandspiel nach Dora M. Kalff gehört zu den nonverbalen Verfahren der Tiefenpsychologie, die heute weltweit von Kinder-, Jugendlichen- und Erwachsenen - Psychotherapeuten verschiedenster psychotherapeutischer Richtungen angewandt wird.
Diese Methode bietet besondere Vorteile in Situationen, in denen die Worte fehlen. Durch die Gestaltung eines Bildes mit den eigenen Händen wird eine weitere Form des Nachdenkens, des Sehens und der Wortfindung ermöglicht.

Im Herstellen von Bildern - im Handeln - können sich Menschen im
wahrsten Sinne des Wortes wieder neu begreifen.

Wie viele andere projektive Methoden regt das Sandbildverfahren die Selbstheilungskräfte der Seele an und eignet sich gut für Menschen jeden Alters, die über das Gespräch hinaus die Vielschichtigkeit dieser kreativen Heilmethode für sich nutzen möchten.
Im Rahmen einer Psychotherapie werden Ihnen Sandkästen mit trockenem oder nassem Sand wahlweise zur Verfügung gestellt. Neben den Urmaterialien Wasser und Sand bieten Ihnen Miniaturfiguren mit einer möglichst vollständigen Auswahl
von Dingen aus aller Welt Gestaltungsmöglichkeiten, einer Vielfalt, der wir in der inneren und äußeren Welt begegnen.

Mehr zum Therapeutischen Sandspiel

Seitenanfang


 

Traumatherapie

Bedrohliche Situationen mobilisieren bei allen Lebewesen eine instinktiv gesteuerte, komplexe Überlebensreaktion zur Bewältigung dieser Bedrohung. Wenn Situationen zu bedrohlich sind, weil etwas Außergewöhnliches zu heftig, zu viel, zu schnell, zu früh oder zu lange auf eine Person einwirkt, wird diese Überlebensreaktion unterbrochen. Die betroffene Person fühlt sich ohnmächtig und von der Situation überwältigt. Die für das Überleben mobilisierte Energie wird im Körper „eingefroren“ oder in vielfältigen körperlichen und psychischen Symptomen kanalisiert, und die ursprüngliche Situation behält ihre Bedrohlichkeit, auch wenn sie – objektiv gesehen – längst Vergangenheit ist. Ein Trauma ist entstanden.

Mit Hilfe verschiedener Zugänge wie EMDR nach Shapiro, imaginativen Methoden nach L. Reddemann, psychoenergetischen Methoden nach F. Gallo und körperorientierten Methoden nach Peter A. Levine (Somatic Experiencing) bieten wir Ihnen Wege an, die unvollständige Überlebensreaktion in einem sicheren Rahmen kontrolliert, geleitet und sanft zu Ende bringen und die damit verbundenen Symptome aufzulösen.

Seitenanfang


 

Energetische Psychotherapie

Die energetische Psychotherapie nutzt das Wissen um die energetischen Strukturen der Menschen für eine gezielte Beeinflussung von emotionalen Zuständen wie Ängsten, Stress, Depressionen u. a. Als Grundlage hierfür dient das Wissen um die Energieverläufe im Körper, das durch die jahrtausend alte Traditionelle Chinesische Medizin entwickelt wurde. Diese körpereigenen Energieverläufe können nicht nur durch Akupunktur oder Shiatsu, sondern auch durch Klopfen oder Drücken (Akupressur) bestimmter Punkte des Körpers beeinflusst werden. Die Erfahrung zeigt, dass das körperliche, psychische und geistige Wohlbefinden umso größer ist, je harmonischer und ausgeglichener der Energiefluss innerhalb der jeweiligen Person zirkuliert.

Mit der Klopfakupressur bieten wir Ihnen ein wertvolles Instrument zur Selbsthilfe an. Sie ist – wie Shiatsu – für Menschen jeden Alters geeignet.

Seitenanfang



Lösungsorientierte Kurzzeittherapie

In der lösungsorientierten Kurzzeittherapie stehen alle verfügbaren Ressourcen und eigenen Lösungsmöglichkeiten der Ratsuchenden im Zentrum der therapeutischen Aufmerksamkeit. Eine genauere Erforschung der Entstehung und Bedeutung des Problems tritt in den Hintergrund. Statt dessen spielen die Erarbeitung des Zieles, das erreicht werden soll, und die Schritte dahin eine tragende Rolle. So kann sich ein sich selbst verstärkender zieldienlicher Prozess entfalten, die sogenannte „Lösungstrance“, durch die sich in wenigen Sitzungen wesentliche Veränderungsprozesse ergeben können.

In der Therapie oder Beratung entscheiden wir im Rahmen des Erstgesprächs mit Ihnen zusammen, inwieweit lösungsorientiertes Vorgehen zieldienlich ist.

Seitenanfang



Somatic Experiencing®

Somatic Experiencing ® (SE) nach Peter A. Levine ist ein körperorientierter Ansatz der Therapie von traumatischen Erfahrungen. Ein Trauma entsteht, wenn in einer als sehr bedrohlich empfundenen Situation die angeborenen Überlebensreaktionen Flucht oder Kampf nicht erfolgreich ausgeführt werden können und die dafür mobilisierte Energie im Körper – ebenfalls instinktiv – eingefroren wird („Totstellreflex“). In der Folge reagiert der Organismus so, als würde die Bedrohung fortbestehen. Die gegenwärtigen Reaktionen, Gefühle, Gedanken und Überzeugungen sind mit den erschreckenden Erfahrungen der Vergangenheit gekoppelt. Es können verwirrende Symptome wie Übererregbarkeit, Ängste, Depressionen, Bindungsunfähigkeit oder chronische Schmerzen entstehen.

In SE liegt der Schwerpunkt der Arbeit weniger auf dem auslösenden Ereignis, sondern vor allem auf der Reaktionsweise des Körpers und des Nervensystems und der darin gebundenen Energie. Wesentliche Bestandteile dieser Arbeit sind Körperwahrnehmung, Ressourcenbildung, Neuverhandlung und Vorgehen in kleinen Schritten, damit der Organismus die Möglichkeit erhält, seine natürliche Reaktion auf die Bedrohung sanft zu Ende zu bringen und die gestaute Energie schrittweise zu lösen. Neuverhandlung bedeutet, dass das traumatisierende Ereignis körperlich und geistig neu verhandelt wird.

Auf diese Weise kehrt die Selbstregulierungsfähigkeit zurück, und die mit dem Trauma verbundenen Symptome können sich lösen.


Seitenanfang


 

 
© Praxis für systemische Therapie und Beratung Tübingen | Impressum | Webdesign: pjunger design | agentur